Ibbenbüren. Ein Aufstieg, ein dritter Platz, unzählige Gänsehautmomente, Glücksgefühle und Jubelschreie: Die Bilanz des zweitägigen Heimturniers der TSG move&dance Ibbenbüren in der Sporthalle Ost kann sich sehen lassen. Über 300 Tänzerinnen zwischen 11 und 40 Jahren stellten auf dem Turnier in vier Ligen ihr Können unter Beweis. Ebenso viele Zuschauer strömten in die Sporthalle. Am Ende siegten die Emotionen.

Den wohl bewegendsten Moment des Turniers gab es am Samstag. Vor der Siegerehrung in der Regionalliga richtete sich Anna Elbers, Vorsitzende der TSG, an die Trainerinnen und Trainer aller Formationen. „Wir feiern jetzt mal die Personen, ohne die solche Leistungen nicht zu realisieren wäre“, rief sie. Standing Ovations auf der Zuschauertribüne, Tränen bei den Tänzerinnen und den gefeierten Trainerinnen und Trainern: Mit ihrem Lob und Dank hatte die Vorsitzende offensichtlich einen Nerv getroffen. Denn im Tanzsport sind während der Pandemie viele Formationen auseinandergebrochen. Trainer haben aufgegeben, Vereine haben ihre Mannschaften von Turnieren wieder abgemeldet. Umso dankbarer sind die Verantwortlichen in den Vereinen den Trainern, die sich mit Leidenschaft für ihre Mannschaften engagieren.
Einen Glücksmoment erlebten die Tänzerinnen der TSG-Formation Sapia. Die 11 bis 15-Jährigen sicherten sich auf ihrem letzten Ligaturnier der Jugendlandesliga in dieser Saison erneut den 3. Platz von zwölf Mannschaften. Damit erreichten sie auch in der Gesamttabelle den 3. Platz und sicherten sich unerwartet den Aufstieg in die Jugendverbandsliga. Auch die TSG-Formation Dance Relation holte den dritten Platz im Saisonfinale der Regionalliga und erreichte das beste Saisonergebnis der Mannschaft. Auch sie beenden damit die Saison in der höchsten Liga NRWs auf Tabellenplatz 3. „Das war pure Freude, weil wir damit in dem Moment nicht gerechnet haben“, sagt Anna Elbers. „Und das war eine tolle Bestätigung für die Mädels. Die stapeln nämlich sonst gerne tief.“
Während die Tänzerinnen auf der Fläche in ihrer Choreografie versanken, holten die Zuschauer immer wieder Gänsehautmomente ein. Das war zum einen den recht düsteren, mystischen Songs geschuldet, zum anderen den anspruchsvollen Choreografien. „Ich bin immer kritisch, und oft dauert es auch, bis ich beim Zuschauen Gänsehaut kriege. Aber auf diesem Turnier haben mich alle Ibbenbürener Mannschaften mehr als überzeugt“, freut sich Anna Elbers.
Der Neustart in den Turniermodus nach zweijähriger Pause gelang der TSG problemlos. Obwohl die TSG ein kleiner Verein mit 50 Mitgliedern ist, überzeugten sie die Besucher mit einem mit Herzblut und Liebe zum Detail gestalteten Turnier. „Hoffen wir mal, dass wir nächstes Jahr auch wieder so ein schönes Turnier ausrichten können“, meinte die Vorsitzende.